Learn more

Diese Website erfordert Cookies, um alle Funktionen bereitzustellen. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden ! 

In aufsteigender Reihenfolge

5 Artikel

Beihilfen und Zuschüsse bei Vollzeitpflege gem. § 33 SGB VIII

Donnerstag, 14. März 2019 23:17:14 Europe/Berlin

Beihilfen und Zuschüsse bei Vollzeitpflege gem. § 33 SGB VIII

Auf Antrag bzw. Geltendmachung und unter Nachweis der Aufwendungen können Beihilfen aus folgenden Anlässen gewährt werden:

Erstausstattung der Pflegestelle

Für die Grundausstattung mit Einrichtungsgegenständen und Bekleidung wird eine Beihilfe in Höhe von ca .824,00 € für die Einrichtung und 275,00 € für Bekleidung gewährt.

Kosten für Ersatzbeschaffungen von Einrichtungsgegenständen bzw. Bekleidung sind grundsätzlich in den monatlichen Pflegegeldleistungen enthalten.

Kontaktanbahnung

Kosten für eine Kontaktanbahnung zu Pflegestellen sind auf Antrag nach den Sätzen des Landesreisekostengesetzes zu erstatten.

Tageseinrichtungen für Kinder/Kindergarten

Der von der KITA festgesetzte monatliche Elternbeitrag ist zu erstatten

Beiträge für den Besuch der OGS (offene Ganztagsschule) sind dagegen aus den materiellen Aufwendungen des Pflegegeldes zu bestreiten, wobei Pflegeeltern nur die erste niedrigste Beitragsstufe zu entrichten haben. Durch die Übermittagbetreuung ist eine häusliche Ersparnis gegeben, so dass die Beitragsentrichtung angemessen und zumutbar ist.

Einschulung/Schulbedarf

Es wird pauschal eine Einschulungsbeihilfe von 83,00 € gewährt. Aufwendungen für Schulbücher und sonstige Schulmaterialien sind grundsätzlich aus den monatlichen Pauschalbeträgen (Pflegegeldleistungen) zu bestreiten.

Religiöse Anlässe

Anläßlich religiöser Feiern werden pauschale Beihilfen bei Taufe, bei Kommunion oder Konfirmation bzw. bei Feiern anderer Religionsgemeinschaften in Höhe von 175,00 € gewährt.

Eintritt in das Berufsleben

Zur Beschaffung von Arbeitsbekleidung und -utensilien kann eine Beihilfe in Höhe der tatsächlichen Kosten bis zu einer Höhe von 165,00 € gewährt werden, soweit diese Gegenstände nicht vom Arbeitgeber gestellt werden.

Teilnahme an Klassenfahrten

Für Klassenfahrten im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen wird eine Beihilfe in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen der Pflegeeltern gewährt.

Ferienbeihilfe

Für die Teilnahme von Pflegekindern an Ferienmaßnahmen von anerkannten Trägern der Jugendhilfe kann ein Zuschuss einmal jährlich in Höhe von 75,00 € gewährt werden.

Weihnachtsbeihilfe

Weihnachtsbeihilfen werden pauschal in Höhe von 35,00 € gewährt. Für Minderjährige und junge Erwachsene in Ausbildungs- und Arbeitsstellen wird keine Weihnachtsbeihilfe gewährt, wenn sie von ihrem Ausbildenden bzw. Arbeitgeber ein Weihnachtsgeld erhalten.

Startbeihilfe zum Erstbezug einer Wohnung

Beim erstmaligen Bezug einer Wohnung nach Beendigung des Pflegeverhältnisses kann eine Beihilfe in Höhe von 1.000,00 € gewährt werden. Darüber hinaus können Mietkautionen übernommen werden. Die Mietkaution, die zinsbringend anzulegen ist, ist spätestens nach Beendigung des Mietverhältnisses einschließlich der Zinsen zu erstatten.

Alterssicherung und Unfallversicherung

Gem. § 39 Abs. 4 Satz 2 SGB VIII werden für die Dauer des Pflegeverhältnisses nachgewiesene Aufwendungen zu einer Alterssicherung der Pflegeperson pauschal in einer Höhe von 39,00 € monatlich ab Geltendmachung erstattet (Hierbei handelt es sich um den hälftigen Mindestbeitrag zur Rentenversicherung). Beiträge für eine Unfallversicherung für Pflegeeltern werden auf Nachweis bis zu einer Höhe von 79,00 € jährlich entsprechend des derzeitigen Beitrages zur gesetzlichen Unfallversicherung erstattet. ( Festlegung JHA vom 06.04.2006 )

Beihilfen in besonderen Ausnahmefällen bzw. aus besonderen Anlässen

In besonders begründeten Ausnahmefällen kann von den getroffenen Regelungen abgewichen werden. Es können besondere Zuschüsse gewährt werden, wenn die Prüfung im Einzelfall eine unumgängliche Notwendigkeit ergibt. Die Entscheidung hierüber trifft der Leiter der Verwaltung des Jugendamtes, im Falle seiner Verhinderung die Vertreterin oder der Vertreter.


Beihilfen und Zuschüsse bei Inobhutnahmen nach § 42 SGB VIII (während der Kurzzeit/ Bereitschaftspflege)

Bei der Inobhutnahme in einer Einrichtung (Aufnahmegruppen, Jugendschutzstellen, etc.) geschieht die Sicherstellung des Lebensunterhaltes durch Zahlung des vereinbarten Leistungsentgeltes. Durch den täglichen Entgeltsatz sind alle Aufwendungen abgegolten. Dies gilt gleichermaßen für die vertraglich gebundenen Bereitschaftspflegestellen mit vereinbartem Entgeltsatz.

Bei der vorübergehenden Unterbringung in Kurzpflegestellen, sonstigen Pflegestellen oder bei anderen geeigneten Personen können auf Antrag bzw. Geltendmachung folgende Beihilfen gewährt werden:

Pauschale Beihilfe

Verweigern die Eltern aufgrund fehlender Zustimmung zur Inobhutnahme die Herausgabe vorhandener Kleidung oder sonstiger notwendiger Gegenstände (z.B. Schulmaterialien, etc.) wird eine pauschale Beihilfe in Höhe von 250,00 € gewährt. Die voraussichtliche Dauer der vorläufigen Schutzmaßnahme ist dabei angemessen zu berücksichtigen.

Teilnahme an Klassenfahrten

Für Klassenfahrten im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen wird eine Beihilfe in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen gewährt.

Ferienbeihilfe

Für die Teilnahme von in Obhut genommenen Kindern und Jugendlichen an Ferienmaßnahmen von anerkannten Trägern der Jugendhilfe kann ein Zuschuss in Höhe von 75,00 € gewährt werden.

Weihnachtsbeihilfe

Bei Inobhutnahmen über die Weihnachtsfeiertage wird eine Weihnachtsbeihilfe pauschal in Höhe von 35,00 € gewährt.

Auch hier sind diese Aufgeführen Zuschüsse bei Vollzeitpflege nicht für jede Stadt gleich und unterscheiden sich von Stadt zu Stadt und Bundesland zu Bundesland !
Eine Auskunkt darüber bekommen Sie aber vom zuständigen Jugendamt !
New layer...
Read More
Posted By Björn Jentsch

Vergütung Bereitschaftspflege Pflegeeltern / Vergütung Kurzzeitpflege

Donnerstag, 14. März 2019 23:15:53 Europe/Berlin

Vergütung Bereitschaftspflege Pflegeeltern / Vergütung Kurzzeitpflege

Bei der Vergütung sollten Sie sich an das Zuständige Jugendamt wenden. Die Tagessätze sind sehr variabel.

Man sind es in der Stadt / Kreis 39 € pro Tag, mal sind es in einem anderen Städtekreis plötzlich 52 € 

Bereitschaftspflegeeltern bekommen aber auch noch eine Ausfallentschädigung bei nicht Belegung pro Tag. Auch diese ist in vielen Fällen unterschiedlich.

Erfahrungsgemäß wird ein Betrag von 39€ pro Kind und Tag geleistet !

Leider ist dieser Bereich nicht klar definiert. Je grösser die Not der Stadt  umso eher ist da die Bereitschaft mehr zu leisten. In der Regel gilt das für die Bereitschaftsfamilien , da diese überall fehlen und gesucht werden. Bereitschaftsfamilien werden zwar Vergütet, aber am ende so doch nicht das Geld maßgabe aller dinge sein. Hilfe in der Not leisten das ist der wichtigste Ansatz. Natürlich profitierten die Städte von niedrigen Kosten und natürlich kann man sich darüber aufregen. Aber niemand hat Sie dazu gezwungen diese Arbeit zu übernehmen.

Also wer HILFE leisten will, sollte finanziell unabhängig sein und die Leistungen Vergütung für die Bereitschaftspflege Kurzzeitpflege sinnvoll für das Pflegekind verwenden und die Vergütung nicht als JOB sehen , sondern als helfende Hand in unserer Gesellschaft .

Vergütung Pflegeeltern für Vollzeitpflege  gemäß § 39 SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe

Für Kinder bis zum vollendeten 7. Lebensjahr

materielle Aufwendungen : 524€

Kosten der Erziehung : 257€

Gesamtbetrag: 799€

Für Kinder vom vollendeten 7. Lebensjahr bis zum vollendeten 14. Lebensjahr

materielle Aufwendungen : 618€

Kosten der Erziehung : 257€

Gesamtbetrag: 875€

Für Jugendliche ab dem vollendeten 14. Lebensjahr bis zum vollendeten 18. Lebensjahr und junge Volljährige im Einzelfall

materielle Aufwendungen : 753€

Kosten der Erziehung : 257€

Gesamtbetrag: 1010€

Renten- und Unfallversicherung

Pflegeeltern haben nach §39 Abs. 4 SGB VIII ebenso Anspruch auf Beiträge zu der gesetzlichen Rentenversicherung, sowie zu einer Unfallversicherung.

Das Gesetz im Wortlaut:
„Die laufenden Leistungen umfassen auch die Erstattung nachgewiesener Aufwendungen für Beiträge zu einer Unfallversicherung sowie die hälftige Erstattung nachgewiesener Aufwendungen zu einer angemessenen Alterssicherung der Pflegeperson. Sie sollen in einem monatlichen Pauschalbetrag gewährt werden.“

Nordrhein-Westfalen orientiert sich beispielsweise bei der Höhe an der gesetzlichen Unfallversicherung und zahlt aktuell jährlich einen Beitrag von 79,38 Euro. Für die Alterssicherung eines Pflegeelternteils übernimmt das Jugendamt die Hälfte des Mindestbeitrags; aktuell sind dies 39,80 Euro monatlich.

Read More
Posted By Björn Jentsch

Dauerpflegekinder / Langzeitpflegekinder

Donnerstag, 14. März 2019 23:13:02 Europe/Berlin

Kinder die vorübergehend nicht mehr an Ihrem gewohnten Lebensort ( leiblicher Familie) bleiben können, werden in den meisten Fällen zunächst in Bereitschafts- Kurzzeitpflege genommen. Von dort aus wird dann nach geigneten Dauerpflege Familien individuell gesucht und auch dort hin vermittelt.
Kinder werden nicht grundlos aus den Familien genommen. In den meisten Fällen ist das Wohl des Kindes so stark gefährtet, dass Kinder nicht wieder zurück geführt werden. Gründe können sein:
  • leibliche Familie kann sich nicht um das Kind kümmern
  • Gewalt im Elternhaus gegen das Kind oder auch allgemein
  • Drogen im Elternhaus
  • Missbrauch 
  • verwahrloste Kinder
  • Erkrankung
  • Inhaftierung
  • .......
und leider gibt es da noch mehr Gründe .....
Kinder die aus schwierigen Familienverhältnissen entnommen wurden, haben es anfangs sehr schwer, aber mit der Zeit entwickelt sich das Leben innerhalb der neuen Dauerpflegefamilie  positiv auf die Kindesentwicklung aus.
Diese Formen der Kinderpflege gibt es:
  • Vollzeitpflege (vorübergehend, für einen bestimmten, begrenzten Zeitraum oder als Hilfe, die auf Dauer angelegt ist bis zur Selbständigkeit des Kindes)
  • Kurzzeitpflege (auf kurze befristete Dauer)
  • Bereitschaftspflege (hier werden Kinder u. Jugendliche in Krisensituationen schnell aufgenommen)
Das sollten Sie Ihrem Dauerpflegekind bieten können !
  • Versorgung und Betreuung in der Falilie
  • integration in ihre in Ihre Familie
  • Kindergerechter Umgang un Zuwendung
  • Orientierung und Schutz
  • Förderung
  • Offenheit, Einfühlungsvermögen, Geduld und Toleranz
  • Bewältigung von besonderen Problemen
  • Belastbarkeit und Durchhaltevermögen
  • Verständnis für die Herkunftsfamilie
  • Kontaktpflege durch Besuchskontakte zu den leiblichen Eltern
  • Zusammenarbeit mit dem Jugendamt

Der Fachbereich Jugend, Familie und Soziales bietet Pflegeeltern (Jugendamt)

  • Überprüfung und Aufnahme in die Kartei
  • Vermittlung von Vollzeitpflegekindern
  • Beratung
  • Kontinuierliche Begleitung des Pflegeverhältnisses
  • Pflegeelterngruppen mit fachlicher Begleitung
  • Qualifizierung zur Fachpflegestelle
Read More
Posted By Björn Jentsch

Das sollten Sie als Kurzzeitpflegefamilie / Bereitschaftspflegefamilie mit bringen !

  • Kurzzeit- & Bereitschaftspflegefamilien müssen zeitliche Flexibilität mitbringen
  • stellen Sie sich auf individuelle Lebenslagen immer ein
  • die Kinderbetreuung und Versorgung sollte uneingeschränkt sichergestellt werden
  • Einfühlungsvermögen ist sehr wichtig , jedes Kind bringt ein anderes Paket Sorgen und Erlebnisse mit sich
  • sein Sie so sensibel wie nur möglich
  • Beoobachtungsgabe ist ein enorm wichtiges Element um zukünfige Hilfestellungen zu geben.
  • bieten Sie dem Pflegekind Schutz und Sicherheit
  • sie sollten ein hohen Grad an Belastbarkeit mitbringen
  • sein Sie offen verurteilungsfrei gegenüber den leiblichen Eltern
  • wünschenswert wäre eine Pädagogische Vorerfahrung aber nicht zwingend erforderlich
  • bringen Sie Einsatzbereitschaft mit
  • Toleranz und Durchhaltevermögen besonders in schwierigen Situationen sehr wichtige Elemente

Das wichtigste einer jeden Pflegefamilie muss es sein, sich immer zu reflektieren und sich ständig fragen ..... Bin ich dieser Aufgabe gewachsen oder schaffe ich das !

Sollten Sie diese Aufgabe mal nicht mehr schaffen, so teilen Sie das dem Jugendamt auf jedenfall mit, den nicht jedes Kind kann man bewältigen. Viele Kinder benötigen ausgebildete Profis um dem Kind zu helfen. Es ist nichts schlimmes wenn man aufgibt. Es tut keinem GUT nicht dem Kind und Ihnen auch nicht. Jedes Jugendamt hat Verständnis dafür. 

Die Aufnahme des Pflegekindes in den ersten Minuten / Stunde !

• Übergabe des Kindes (ggf. Übergabe von Unterlagen wie Krankenkassenkarte, Impfausweis, U-Heft oder anderer persönlicher Gegenstände wie Kleidung, etc.)

• Vermittlung vorhandener Informationen über das Kind

• Weitere Information über die künftige Zusammenarbeit und den aktuellen Bedarf des Kindes

• Absprachen bezüglich Umgangskontakten

Bei einer Kurzzeitpflege Bereitschaftspflege handelt es sich fast immer um Akute Notlagen, mit schnellem Handlungsbedarf, deswegen wird sicherlicht eine erste Kontaktaufnahme ausfallen. 

Bei Ankunft des Kindes wird Ihnen alles was über das Kind bekannt ist mittgeteilt, damit Sie im Vorfeld einen kleinen Einblick erhalten. Dennoch werden viele Fragen die Sie haben unbeantwortet bleiben, da in der Regel nur Bruchstücke bekannt sind.

Ein wichtiger Aspekt ist der Umgangskontakt mit den leiblichen Eltern, der nicht sofort sein wird, aber kommen wird. Sie werden über Termin bzw. Terminabsprachen aber frühzeit vom Judendamt  informiert ! 

Was ist Ihre Aufgabe als Pflegestelle !

Ihre Aufgabe als Pflegeeltern in Kurzzeit- Bereitschaftspflege besteht darin in Not bzw. Krisensituationen Hilfe zu leisten.Bieten Sie dem Kind ein neues Übergangsheim.Bei Ihnen sollte das Kind lernen, dass es Schutz und Sicherheit gibt und Kinder liebe und Zuneigung erfahren kann. Helfen Sie dem Kind Erlebnisse zu verarbeiten und das in einem behütenden und schützenden Rahmen. Stabilität und Rituale will jeder in seiner Familie unterbringen, doch die meisten Kinder kennen diesen Zustand nicht. Sein Sie also geduldig und stark. Es wird viele Rückschläge geben und Sie werden an Ihre GRENZEN kommen.. vielleicht am Anfang vielleicht auch bei diesem Kind nicht... jedes Kind ist unglaublich individuell und niemals gleich. Sein sie wie ein Chameleon und passen sich jeder erdenklichen Situation neu an und finden immer den richtigen Weg für das Bereitschaftspflegekind bzw. Kurzzeitpflegekind. Es darf Ihnen bei dieser wichtigen Aufgabe niemals um das Pflegegeld gehen, sondern einzig und allein darum, dass Kinder hilfebedürftig sind und dringend aus einer Notsituation wieder ins Gleichgewicht gebracht werden mussen.

Was auch wichtig ist zu wissen, Sie sind nicht nur für die Aufnahme zuständig, sondern begleiten das Kind in jeder Situation auch zum Arzt für Vorsogeuntersuchungen oder ähnliches. Wenn entfernungstechnisch möglich, bringen Sie Ihr Pflegekind in den Kindergarten oder Schule. Schulpflichtige Kinder werden in der Regel sowieso in naheliegende Pflegefamilien untergebracht um die Schulpflicht aufrecht zu halten.

Erkennen Sie Entwicklungsstörungen und besprechen diese mit zuständigen Personenkreisen um frühzeit notwenige Hilfe zu leisten.

Das was Kurzzeitpflegeeltern bzw. Bereitschaftspflegefamilien leisten müssen, entspricht eigentlich nicht einer Ausbildung, sondern es werden sehr viele Randbereiche von verschiedenen Berufen angeschnitten. Nicht alles müssen Sie wissen, aber es ist doch erstaunlich was auf einen zukommt.

Liebe und Zuneigung dürfen und sollte man auch in gut dosierter Hohe geben. Sein Sie aber vorsichtig... schnell verliebt man sich selber in das Kind und tränen und Herzschmerz sind vorprogrammiert. Sein Sie immer auf den Abschied vorbereitet des Pflegekindes vorbereitet. So schnell wie es kommt kann es auch schon wieder gehen.

Eines soll an dieser Stelle noch gesagt sein, wer interesse und Spaß an Kindern hat, wird diese Aufgabe lieben auch wenn nicht immmer die Sonne scheint.

Der Besuchskontakt & Umgang mit der Herkunftsfamilie !

Pflegekinder aber auch die leiblichen Eltern haben ein Recht auf Umgang miteinander . Ist das Kindeswohl gefährdet, so werden keine Besuchskontakte erfolgen.

Sollten Sie den ersten Besuchskontakt haben, sich zunächst alle Beteiligte unsicher, aufgeregt und emotional angespannt. Aber keine Sorge Besuchskontakte werden unter Aufsicht vorgenommen, um kein Risiko einzugehen. Sie fragen sich sicherlich  ???? Ist der Besuchskontakt überhaupt fürs Kind so gut.... Tja diese frage ist je nach Fall sicherlich unterschiedlich zu beurteilen. Ist die leiblich Mutter nur Krank und kann momentan nicht anders , so macht ein Besuch durchaus Sinn, damit die Beziehung aufrecht gehalten wird. 

Aus persönlicher Erfahrung macht es sehr oft keinen Sinn. Kinder gehen nach so einem Termin total verstört wieder in die Pflegefamilie zurück und können nicht verstehen warum die Mama wieder weg ist. 

Nun Ja es gibt Gesetze und an die muss man sich nunmal halten, ob man Sie richtig findet oder nicht ist völlig uninteressant.

Besucherskontakte mit der leiblichen Mutter werden in der Regel an einem neutralen Ort stattfinden !

Ihr Pflegekind verlässt Sie wieder !

Im laufe der Unterbringung bzw. im laufe der Zeit werden Entscheidungen getroffen, die immer zum WOHLE des Kindes entschieden werden. Hat sich die Situation geändert, wird Ihnen das Kind wieder entnommen . Das Kind wird dann ebenfalls individuell behandelt. Entweder geht es in eine Langzeitpflegefamilie, weil nicht abzusehen ist wie es sich bei den leiblichen Eltern entwickt bzw. die elterliche Sorge wurde entzogen und für das Kindeswohl wurde eine Langzeitpflegefamilie gesucht.

Beziehungen und Bindungen, die in der Unterbringung entstanden sind, gilt es behutsam aufzulösen. Hierbei unterstützt das Jugendamt sowohl Sie als auch das Kind. In einer Phase der Anbahnung werden die Kontakte zur  Dauerpflegefamilie Stück für Stück ausgeweitet. Den Zeitpunkt des Wohnortwechsels gibt das Kind durch seine Bedürfnisse vor.

Kommt es zu einer Rückführung in die Herkunftsfamilie, so wird in der Regel ebenso verfahren, um ein wechsel behutsam vorzubereiten.

Zum Abschluss

Sie werden schon bemerkt haben, dass Pflegestellen / Pflegefamilien  über ein gefestigtes Selbstbewusstsein verfügen sollten, aber auch über eine gewisse Risikobereitschaft und Gelassenheit. 

Read More
Posted By Björn Jentsch

Pflegeeltern werden

Donnerstag, 14. März 2019 23:08:35 Europe/Berlin

Vorraussetzungen als  Pflegeeltern

  • Uneingeschränkte Flexibilität und kurzfristige Erreichbarkeit
  • Geduld, Durchhaltevermögen und Sensibilität im Umgang mit Kindern
  • Verständnis für die Lebensbedingungen sozial benachteiligter Menschen
  • Bereitschaft zu Umgangskontakten mit den leiblichen Eltern
  • Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und ggf. mit dem Pfleger/ Vormund
  • Mobilität
  • Finanzielle Unabhängigkeit
  • Ausreichend große Familienwohnung / Haus
  • Gesundheitsattest (Bescheinigung vom Hausartz)
  • Erweitertes Polizeiliches Führungszeugnis beantragen
  • Durchführung von Hausbesuchen zulassen (Jugendamt,Vermittlungsstellen..)
Read More
Posted By Björn Jentsch
In aufsteigender Reihenfolge

5 Artikel